Bezirksapostel Krause in der Gemeinde Glauchau

Am 27.10.2019 besuchte Bezirksapostel Krause unsere Gemeinde. Er diente nach dem Wort aus dem Brief des Apostels Paulus an die Kolosser 1, 19 und 20:

Denn es hat Gott gefallen, alle Fülle in ihm wohnen zu lassen und durch ihn alles zu versöhnen zu ihm hin, es sei auf Erden oder im Himmel, indem er Frieden machte durch sein Blut am Kreuz.

Zu Beginn seiner Predigt bedankte sich der Bezirksapostel für den warmherzigen Empfang durch die Gemeinde.

Er ging auf das Lied ein, welches eine Sängerin gerade vorgetragen hatte. Dieses forderte zur Mitarbeit in der Gemeinde auf. Da dieser Gottesdienst auch zur Vorbereitung auf den Gottesdienst für Entschlafene dienen sollte, nahm der Bezirksapostel Bezug zur Ewigkeit. Auch aus unserer Gemeinde sind viele aktive Glaubensgeschwister schon dort. Stellvertretend erwähnte er unseren heimgegangenen Vorsteher.

In der Stadt Kolossä, die ca. 100 Jahre nach Christus von einem Erdbeben zerstört wurde, pulsierte das Leben. Die Vielschichtigkeit der dort verbreiteten Lehren hatte auch Auswirkungen auf die dortige Gemeinde . Teile der Gemeinde lehnten Jesus als alleinigen Erlöser ab. Sie sahen ihn als weitere Facette der Spiritualität. Paulus widerspricht dieser Strömung klar. Jesus ist Gott! Dies zeigt sich besonders in der Auferstehung Jesu. Kein anderer Religionsstifter ist nach seinem Tod wieder auferstanden, so der Bezirksapostel. Nicht nur das – er lebt, sitzend zur Rechten Gottes und hat versprochen, wiederzukommen und uns zu sich zu holen.

In Jesus ist die vollkommene Fülle Gottes. Paulus spricht davon, dass diese Fülle in Jesus wohnt. Sie ist nicht nur eine vorübergehende Berührung Gottes, nein, sie ist dauerhaft vorhanden und damit auch für uns verfügbar in der Erkenntnis Gottes und seiner Weisheit.

Bezirksapostel Krause beschrieb den Begriff „Fülle“ mit „Überschuss“ und „Vollkommenheit“. Apostel Wittich, der auch mit eingeladen war, fiel bei diesem Begriff der Ausdruck „bis zum Gehtnichtmehr“ oder anders gesagt „mehr geht nicht“ ein.

Durch sein Opfer hat Jesus auch die Fülle an Gnade möglich gemacht – hier auf der Erde und in der jenseitigen Welt. Der Bezirksapostel sprach davon, dass ihm bei der Trauerfeier für Bischof Starosta am Vortag zwei Kindergräber in unmittelbarer Nachbarschaft des Grabes für den Bischof aufgefallen sind. Auch für jene und alle in der jenseitigen Welt ist die Gnade da.

In der Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl sagte der Bezirksapostel, dass vielleicht jemand den Gedanken haben könnte: „Diese Sünde kann mir nie vergeben werden!“ Ihm rief er zu: „Sie ist schon vergeben!“. Durch sein Opfer hat Jesus es möglich gemacht.

Vor der Feier des Heiligen Abendmahles wurde ein Kind aus einer anderen Gemeinde unseres Kirchenbezirkes versiegelt.

Ein weiterer Höhepunkt dieses Gottesdienstes war die Ordination eines Diakonen aus der Gemeinde zum Priester und die Bestätigung des Diakonenamtes eines zugezogenen Diakonen für unsere Gemeinde.

Zum Abschluss spielten zwei Geschwister mit ihren Akkordeons von J. S. Bach den ersten Satz des Konzertes nach Vivaldi Nr. 2 a-moll in der Bearbeitung von Ralf Jung.