Open-Air-Gottesdienst und Gemeindefest
an der Tettauer Mühle

Am 28.08.2016 fand zum vielleicht ersten Mal in der Geschichte der Gemeinde Glauchau ein Gottesdienst unter freiem Himmel statt. Dazu hatten wir die Mühle in Tettau ausgewählt. Schon viele Wochen und Tage zuvor hatten wir um schönes Wetter für diesen Tag gebetet. Die Freude war dann auch groß, als der Wetterbericht schon zu Wochenbeginn ein stabiles Hoch vorhersagte, welches bis zum Sonntag hochsommerliches, trockenes Wetter garantieren sollte.

Bei schönstem Sonnenschein fanden sich gegen 08:30 Uhr die ersten Geschwister ein, um den Platz rund um die Mühle für den Gottesdienst herzurichten. Zunächst hieß es, einen guten, ebenen und schattigen Platz für den Altar zu suchen. Dieser war schnell gefunden. Nach und nach trafen die Geschwister ein und stellten ihre mitgebrachten Stühle auf. Nach anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten war dann auch bald eine gewisse Ordnung hergestellt. Auch wurde der Altar geschmückt, die Technik eingerichtet und all die kleinen Dinge getan, die für einen Gottesdienst nötig sind. Allmählich zog an der Mühle andächtige Ruhe ein und 10:00 Uhr begann der Gottesdienst.

Unser Vorsteher Hirte Müller diente den versammelten Geschwistern nach dem Wort aus 1. Korinther 13,11:

Als ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab was kindlich war.

Das vorgelesene Bibelwort stammt aus dem „Hohen Lied der Liebe“, welches Apostel Paulus verfasst hat. Wenn man das Bibelwort hört, könnte man denken, dass die Aussage „abzulegen, was kindlich ist", im Widerspruch zur Aufforderung Jesu steht, dass wir wie die Kinder werden sollen. Doch das ist nicht so. Wir sollen uns im Glauben entwickeln, reifer werden, uns dabei aber eine kindliche Herzenseinstellung erhalten.

Kinder lernen ständig, entwickeln sich und werden schließlich erwachsen.

Auch unser Glaubensleben sollte eine gute Entwicklung nehmen. Hirte Müller fragte am Ende seiner Predigt:

Sind wir schon erwachsen?

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls beendete Hirte Müller den Gottesdienst mit Gebet und Segen. Zum Abschluss sangen die Kinder das Lied "Laudato si" mit sechs Strophen, was ihnen den spontanen Applaus der Gottesdienstbesucher bescherte.

Nach dem Gottesdienst zog es viele Geschwister erst einmal in die kühle Mühle. Dort hatten fleißige Hände schon ein Büfett vorbereitet. Viele hatten etwas Leckeres mitgebracht. So gab es Getränke, verschiedene Salate, Kuchen, Obst und einiges mehr. Außerdem hatte unser Vorsteher seinen Grill mitgebracht, sodass einige die Gelegenheit nutzten, um ein saftiges Steak oder eine leckere Roster zu braten. 

Auf den mitgebrachten Stühlen und in den an der Mühle vorhandenen Häuschen setzten wir uns in kleineren oder größeren Gruppen zusammen, um gemeinsam zu essen, zu reden und zu lachen. Die Kinder hatten schnell das kleine Planschbecken für sich entdeckt, welches bei den hohen Temperaturen eine willkommene Abkühlung bot.