Erntedankgottesdienst 2012

Der schön geschmückte Altar, die musikalische Gestaltung und die Predigt ließen den diesjährigen Erntedankgottesdienst zu einem besonderen Fest werden.

Grundlage des Gottesdienstes war das Bibelwort 1. Mose 1, 11:

„Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringe, und fruchtbare Bäume auf Erden, die ein jeder nach seiner Art Früchte tragen, in denen ihr Same ist. Und es geschah so.“

Nach dem Verlesen des Bibelwortes sang der Chor, begleitet vom Orchester, das Lied „Alles Leben strömt aus dir“. Durch die besondere Gestaltung des Liedes und den festlichen Altarschmuck entstand schon zu Beginn des Gottesdienstes eine schöne Atmosphäre. Darauf ging unser Vorsteher ein. Er zitierte den Kerngedanken aus dem Ämtergottesdienst des Stammapostels am 30. September: „Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen.“ Beim Hören des Liedes habe er diese Nähe gespürt. Wo man überall das Himmelreich fühlen kann, zählte er nachfolgend auf:

  • im Gottesdienst
  • bei der liebevollen Begrüßung an der Kirchentür
  • beim Besuch der Amtsträger zu Hause
  • wenn wir in geschwisterlicher Liebe füreinander da sind

Bezugnehmend auf den Feiertag sagte der Vorsteher, es sei in heutiger Zeit kaum noch üblich, das Erntedankfest zu feiern. Woran liege das? Viele Menschen glauben nicht mehr an Gott. Vielmehr vertrauen sie auf ihre eigene Kraft. Allerdings können sie nur auf das zurückgreifen, was Gott in die Schöpfung hineingelegt hat.

Es gibt viel Hunger auf der Welt. Gott hat genug in die Schöpfung hineingelegt, dass alle Menschen satt werden könnten! Und doch scheint es, dass trotz großer Fortschritte in Forschung und Entwicklung die Probleme immer größer werden.

Was können wir als gläubige Christen dagegen tun? Auf den ersten Blick fast nichts. Aber wir können beten und bewusst mit der Schöpfung umgehen. Man kann z.B. auch durch gezieltes Einkaufen Menschen in ärmeren Ländern unterstützen.

Ein mitdienender Priester hob den Gedanken des Erntedankes auf die geistige Ebene: Gott sät seine Liebe und seine Gaben in unser Herz. Wir wollen diesen Samen aufgehen lassen und pflegen. Die Ernte ist das ewige Zusammensein mit Gott.

Höhepunkt des Gottesdienstes war die Feier des Heiligen Abendmahls.

Nach dem Gottesdienst sang der Jugendchor, begleitet vom Streichquartett, „Jauchzet dem Herren alle Welt“.

A.L.